Morgendlicher Foto-Ausflug in das Kendlmühlfilz

Do., 18.10.2018

Mein Tag beginnt heute gefühlt mitten in der Nacht. Zumindest ist es draußen noch dunkel, als ich aufstehe. Der Grund: Ich habe vor, zum Sonnenaufgang noch einmal in das Moor zurückzukehren, in dem wir am letzten Sonntag spazieren gegangen sind. Die Landschaft ist dort einfach zu schön! Außerdem spekuliere ich aufgrund der angekündigten frischen Morgentemperaturen auf reichlich Nebel.

Kurz nach 7 Uhr mache ich mich mit einem Rad von Barbara und Sebastian auf den Weg nach Süden. Ich fahre auf der Straße bis Mietenkam. Hier biege ich dann in eine Seitenstraße ab, die außerhalb des Ortes schnell in einen Schotterweg übergeht. An einem Golfplatz entlang führt mich der Weg an den Wald. Ab hier ist der Weg für Radfahrer gesperrt, denn auf schmalen Pfaden geht es nun ins Moor. Ich schiebe das Rad noch ein Stück weiter, bis ich es schließlich an einem Baum abschließe. Meine Hoffnung auf Nebel hat sich erfüllt. Schön niedrig liegt er über dem Hochmoor.

Der erhoffte Nebel ist schon mal da

Im Zusammenhang mit den künstlichen Torfseen dürfte es zu einer fantastischen Atmosphäre im Moor kommen! Ich folge dem schmalen Waldpfad durch das Moor. Schließlich erreiche ich wieder die Abzweigung und den Weg, auf dem wir am vergangenen Sonntag unterwegs waren. Im Osten kündigt sich bereits hinter den Bergen der Sonnenaufgang an. Eilig laufe ich die letzten Meter zu meinem angepeilten Platz. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem Torfsee, in dem einzelne Inseln aus Gräsern zu sehen sind. Kurz bevor die Sonne hinter den Ausläufern des Berges Hochgern zum Vorschein kommt, habe ich meine Kamera fertig aufgebaut. Ich beginne mit einzelnen Aufnahmen. Doch der richtige Zeitpunkt kommt erst noch: Die Sonne schiebt sich über die Bergflanke und verfärbt mit ihren Strahlen den Nebel über dem See vor mir, sodass er wie ein gelbes Meer aussieht. Der stille Moorsee spiegelt das ganz perfekt. Irre! Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt! Ich mache noch einige Bilder, dann packe ich meine Sachen zusammen und ziehe weiter.

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Genau so habe ich es mir vorgestellt!

Mich haben die Birkenalleen entlang des Pfades noch angesprochen. Auch von diesen mache ich noch einige Fotos. Dann gehe ich wieder zurück zum Fahrrad. Unterwegs fallen mir seltsame krakenartige Fäden am Boden auf. Laut Internetrecherche handelt es sich hierbei um den eingeschleppten Tintenfischpilz.

Tintenfischpilz
Birkenalleen im Morgenlicht

Ich schiebe das Fahrrad auf schmalen Pfaden in Richtung Norden auf den Höhenzug zu, den ich vor zwei Tagen erst noch überwunden habe. An seiner Südseite führt mich ein weiterer Pfad aus dem Moor. Auf wieder breiteren Wegen fahre ich zurück nach Übersee.

Auf schmalen Pfaden gehe ich durch den Moorwald
Der Nebel hat sich aufgelöst

Zurück in der Wohnung schaue ich mir zuerst meine Bilder an. Ich sichere sie auf der Festplatte und fange an auszusortieren. So verbringe ich den Vormittag. Gegen Mittag mache ich mir wieder Gedanken wegen meines Wagens. Ich habe weiterhin die Idee, die Bruchstelle durch mehrere Rohre und eine Stange ähnlich des Zwiebelprinzips massiv zu verstärken. Gerne würde ich die Achse auch im oberen Bereich noch einmal verstreben. Aber wie ich das am besten realisieren soll, ist mir leider noch nicht so ganz klar.

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