Kurze Etappe

So., 8.07.2018
Oker – Goslar – Astfeld
Kilometer: 14,3 km

Nachdem wir wieder ein tolles Frühstück von Susanne und Wolfgang serviert bekommen haben, baue ich schließlich das Zelt ab. Die beiden bieten uns zwar an, gerne noch eine weitere Nacht zu bleiben. Aber ich möchte weiter.  Die Herzlichkeit der beiden ist aber schon irre! Nochmal vielen, vielen lieben Dank für die tolle Zeit bei Euch!

Wir verabschieden uns, und die beiden erklären mir detailliert, wie ich am besten Richtung Bockenem komme.
Heute bin ich übrigens den ersten Tag mit neuem Rucksack unterwegs. Mein alter wasserdichter Rucksack ist keineswegs defekt. Aber die glatt aufliegende Rückenauflage ist bei dem heißen Wetter nicht sehr angenehm. Die fehlende Luftzirkulation am Rücken führt schnell zum Schwitzen. Mit dem Rucksack von Katharina habe ich nun ein Rückennetz, und das ist bei den Temperaturen doch deutlich angenehmer.
Durch die Straßen der Siedlung geht es hinab zur Oker. An dieser entlang geht es durch eine Art Landschaftspark auf Betonpflaster und Schotter zum Hang des Sudmerbergs.

Kirche von Oker
Schöner Weg immer entlang der Oker

An der Südseite des Berges geht es auf Radwegen an Fabrikgebäuden vorbei Richtung Goslar und dem Stadtteil Sudmerberg. Die B6 überquere ich auf einer Fußgängerbrücke, um sogleich nach links in einen erneuten Landschaftspark abzubiegen.

Fabrikgebäude und Schmierereien

Auf Schotterwegen durchquere ich diesen und suche im Schatten einer Linde nach meinem Sonnenhut bzw. der Kappe. Ich kann diese aber nicht finden. Offenbar habe ich diese im großen Packsack irgendwo weit unten verstaut. Hoffentlich bekomme ich bei der Wärme keinen Sonnenstich!

Lecker. Aber leider unerreichbar!

In Kramerswinkel überquere ich erneut die B6. Es geht nun durch die Vororte auf den Kattenberg zu. Auf einem kleinen schmalen Wurzelpfad durchquere ich das kleine Wäldchen.

Interessantes Außengelände für ein Hotel

Entlang des Friedhofs geht es nun auf das Gut Riechenberg zu, eine alte Klosteranlage. Diese streife ich jedoch nur, da ich nun Richtung Astfeld abbiege.

Wieder raus in die Sonne
Am Kloster entlang

Auf der Wiese steht, für die Uhrzeit ungewöhnlich, ein Reh, was mich lange Zeit beobachtet, um dann doch zu flüchten. Es ist mittlerweile schon 15 Uhr und die Wärme ohne Kappe doch deutlich zu spüren. Wo ist sie bloß? Habe ich die oben an der Käste liegen gelassen bzw. verloren? Ich schreibe mit Katharina hin und her. Sie möchte wissen, wo ich bin. Ich teile ihr meinen Standort mit. Sie schreibt mir, ich solle nach Astfeld kommen. Da wohnt eine Freundin aus Ihrer Kindergartenzeit, und da könnten wir die Nacht über bleiben.

Was wohl hier für Tiere leben?

Jaqueline und Mauritz empfangen mich herzlich. Vor dem Haus machen wir es uns zu viert bequem. Es gibt geschmortes Gemüse mit Baguette und dazu leckere Brotaufstriche. Mauritz und ich unterhalten uns über Kameras und Objektive. Er filmt und fotografiert viel, und daher haben wir beide ein gemeinsames Thema gefunden. Später bringe ich meinen Blog wieder auf den aktuellen Stand, während die anderen noch ein paar Kartenspiele spielen.
Nach zwei Wochen werde ich heute Nacht mal wieder auf einer Matratze zur Ruhe kommen. Ob ich das Gefühl überhaupt noch kenne? Ich bin gespannt!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.