2500-km-Spezial und Informationen

Informationen

Ich fange mal mit den Neuigkeiten auf meiner Homepage an. Es gibt eine neue Seite im Bereich der Deutschlandreise, auf der ich auf die häufigsten Fragen unterwegs eingehe. Vielleicht findet dort der eine oder andere auch schon eine Antwort auf eine bisher unbeantwortete Frage.

Ich hatte es schon vor einiger Zeit einmal angesprochen: Ich habe meine geplanten Videotagebücher hinten angestellt, weil ich festgestellt habe, dass mir für die Erstellung von geschnittenen Videos Woche für Woche einfach die Zeit und auch die technische Ausstattung fehlt. Heute muss ich leider die traurige Botschaft verkünden, dass es diese Videotagebücher auch nach meiner Reise nicht geben wird. Wie kommt es zu dem Sinneswandel? Ich habe festgestellt, dass das Filmen, wie ich es anfangs betrieben habe, nicht nur enorm viel Zeit benötigt, sondern auch sehr viel Speicherplatz auf meinem Computer. In kürzester Zeit hat man mehrere Terrabyte Daten angesammelt! Das sind Datenmengen, die ich auf der Reise nicht mehr unter einen Hut gebracht habe! Denn auch die Bilder nehmen bereits viel Platz weg. Ich habe daher bereits kurz nach Passieren des Harz feststellen müssen, dass ich mir hier selbst eine Aufgabe gestellt habe, die ich nicht bewerkstelligen kann. Das schmerzt mich, da ich bereits vor der Reise einiges an Aufwand in den zukünftigen Youtube-Kanal hineingesteckt habe! Aber so ist es eben manchmal im Leben, und man muss dann Prioritäten setzen!

 

2500-km-Spezial

Ich habe mir lange überlegt, welches Thema ich heute zum 2500-km-Spezial aufgreifen möchte. Ich habe beschlossen, ein Thema zu wählen, das mir auf meiner Reise immer wieder begegnet und über das ich auch schon zahlreiche Gespräche mit Passanten am Wegrand hatte: Es geht um die Arbeit und unseren Umgang damit. Es ist das erste gesellschaftskritische Thema, das ich anspreche, aber je länger ich unterwegs bin, umso wichtiger finde ich es anzusprechen.

Seit ich unterwegs bin, habe ich mich immer häufiger mit unserer Gesellschaft und dem Umgang mit der Arbeit beschäftigt. Zeit zum Nachdenken habe ich auf meiner Reise ja genug! Mir ist dabei aufgefallen, welchen Stellenwert die Arbeit mittlerweile für viele einnimmt. Aus dem „Arbeiten, um zu leben“ ist ein „Leben, um zu arbeiten“ geworden. Die meisten Bürger stehen morgens auf, gehen zur Arbeit, kommen abends nach Hause, essen etwas, dann bleibt noch minimal Zeit für sich oder die Familie, und dann legt man sich auch schon wieder ins Bett. So wiederholt sich das Tag für Tag. Die Zeit für sich oder die Familie ist arg begrenzt. In den wenigen Urlauben hat man gerade ein Level erreicht, den man Entspannung nennen kann, da ist er schon wieder vorbei!

Ich komme auf meiner Reise immer wieder an Kreuzen am Weg- bzw. Straßenrand vorbei. Menschen, die oft sehr jung ihr Leben bei Verkehrsunfällen gelassen haben. Menschen, die genau wie wir alle in diesem Ablauf, wie oben beschrieben, gelebt haben, oder gerade dabei waren, in diesen einzutreten. Hätten sie ihr Leben anders gestaltet, wenn man ihnen gesagt hätte, dass sie nur noch wenige Jahre, Monate, Wochen oder Tage zu leben haben? Mit Sicherheit!

Es ist auffallend, wie Menschen nach schweren Schicksalsschlägen plötzlich ihr Leben komplett umkrempeln. Es ist genauso auffallend, wie viele Menschen mir unterwegs begegnen, die mir sagen, dass sie ihr ganzes bisheriges Leben gearbeitet, gearbeitet und noch einmal gearbeitet und irgendwann begriffen haben, dass sie sich und ihre Träume völlig vernachlässigt haben.

In meinen Augen läuft in unserer Gesellschaft etwas grundlegend schief. Unsere Lebenszeit ist das Kostbarste, das wir haben. Niemand weiß, wann seine eigene Lebensuhr stehen bleiben wird. Sicher ist nur, dass sie irgendwann wirklich stehen bleiben wird. Und dennoch ist zu erleben, dass wir diese kostbare Lebenszeit oftmals in eine Arbeit stecken, die uns nicht mal erfüllt.
Weil wir es müssen?! Wie kann es sein, dass Berufe, die der Gesellschaft nutzen, schlecht oder gar nicht bezahlt werden? Wie kann es sein, dass manche Berufe, die für die Gesellschaft keinerlei Nutzen haben, dafür umso höher bezahlt werden?

Arbeit ist wichtig und richtig! Aber ich denke, man sollte darauf achten, dass sie in einem fairen Verhältnis zur noch freien Zeit steht. Die Löhne und Gehälter sollten sich am Nutzen einer Arbeit für die Gesellschaft orientieren. Ich halte es für einen Skandal, dass sich manche Manager großer Konzerne die Taschen füllen, während Altenpflegerinnen und Krankenschwestern kaum noch über die Runden kommen! Wer trägt denn mehr für die Gesellschaft bei?

Es ist letztendlich jedem selbst überlassen, wie er sein Leben gestaltet, aber ich finde Michael Ende hat mit seinem Roman „Momo“ bereits 1973 unsere aktuelle gesellschaftliche Situation sehr gut erkannt und beschrieben.

Ein Gedanke zu “2500km-Spezial und Informationen”

  • Hallo Markus…wie wahr…
    Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, an der Arbeit lebt und mit Freude alles erledigt, hat man großes Glück!!!
    Doch jeder Mensch kann seinen Traum leben- und jeder findet seinen Weg…um seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen…
    Manchmal muss man sich nur trauen.
    Loslassen was nicht gut tut – ist der 1. Schritt!!!
    Wünsche dir, dass dein Leben dich immer an deine Schritte erinnert, und dass du stolz bist auf deinen Mut und deinen Weg.
    Er ist es , der dich zu dem macht, was du bist!!!
    Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir viele Momente, die dich begleiten und dein Leben bereichern.
    Liebe Grüße von der Wasserkuppe
    Claudia

    Tolle Bilder!!!!!!

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