Ausflug ins Strümpfelbachtal

Fr., 05.10.2018
Kilometer: 6,6 km

Meine Stimme kommt immer mehr zurück, der Husten hat mich jedoch noch fest im Griff. Das Wetter präsentiert sich heute von seiner schönsten Seite. Es ist viel zu schade, um im Haus zu bleiben. Frischluft sollte ohnehin ganz gut tun!

Wir beschließen, mit dem Auto ins ca. 15 km entfernte Strümpfelbachtal zu fahren. Über Sechselberg und Althütte fahren wir zum Wanderparkplatz Strümpelbachtal.

Entlang des kleinen Baches wandern wir einen schmalen Waldweg in Richtung Süden. Nach und nach wird der Weg immer schmaler, bis er schließlich als ein Pfad weiter geht. Nach ca. 400 m verlassen wir den Mischwald und laufen auf einem Wiesenweg weiter zur Nonnenmühle. Kurz vor dieser, müssen wir jedoch den Wiesenpfad verlassen und auf ein winziges Sträßchen ausweichen. Grund ist ein Privatgrundstück sowie Bauarbeiten. Hier kam es am 1. Weihnachtsfeiertag 2005 zu einem verheerenden  Brand, bei dem das Restaurant und die Pension Nonnenmühle bis auf die Grundmauern abgebrannt sind. Diese soll nun jedoch wieder aufgebaut werden.

Fischteich an der Nonnenmühle

An der Baustelle vorbei führt uns der Weg an eine Wegkreuzung, wo wir nach rechts ins Tal hinab abbiegen. Am Ende der kleinen Zufahrtsstraße zu einem Wohnhaus beginnt ein noch recht breiter Waldweg. Doch Schilder weisen bereits darauf hin, dass sich die Wegbeschaffenheit bald ändern dürfte.

Man beachte den letzten Satz 😉
Noch geht es auf einem recht breiten Waldweg entlang

Der kleine Bach fällt hier über Sandsteinplatten in mehreren Stufen hinab ins Tal. Tief hat sich der Strümpfelbach in den Felsen gegraben. Wenn der Herbstwald so richtig bunt ist, muss der Bach ein tolles Fotomotiv abgeben. Der Wald ist jedoch noch sehr grün, und ich habe auch mein Stativ nicht mitgenommen. Ich belasse es daher bei einigen Schnappschüssen.

Immer wieder fällt der Bach über Terrassen ins Tal
Leichte Herbstfärbung ist bereits erkennbar
Immer wieder überspannen kleine Holzbrücken den Bach

Weiter geht es auf dem noch recht breiten Waldweg hinab durchs Tal. Was hat sich die Gemeinde bloß wieder mit der übertriebenen Warnung bezüglich des Weges gedacht? So wirklich kann ich es noch nicht nachvollziehen. Doch bei Erreichen der alten Lambachpumpe – hier wurde noch bis 1960 Trinkwasser nach Althütte befördert – ändert sich die Qualität des Weges schlagartig.

Die alte Lambach-Pumpe

Über eine Holzbrücke wechseln wir das Ufer und gehen auf einem sehr schmalen Pfad direkt am Bach entlang. Bei viel Nässe dürfte es hier sehr schlammig werden! Immer wieder geht es leicht auf und ab. Schließlich führt der Weg über Holztreppen und Stege, auf denen wir am rechten Bachufer flussabwärts laufen. Auffallend sind die sehr natürlichen Holzbrücken, die immer wieder den Bach überqueren. Entsprechend verwunschen sehen die Brücken in dem tiefen Tal aus. Man fühlt sich in eine Märchenlandschaft versetzt. Zahlreiche Flechten an den Bäumen untermauern diesen Eindruck.

Mit Erreichen dieser Holzbrücke…
…wird der Weg deutlich wilder
Über Holzstufen geht es auf und ab
Immer wieder schöne Lichtstimmungen im Wald, und auch die Farben ändern sich immer von leichter Herbstfärbung zu noch dunkelgrün.
Teilweise führt uns der Weg oberhalb des Baches entlang
Hier könnte man auch Filme wie der Hobbit drehen

Bei Erreichen eines breiteren Waldweges beschließen wir umzudrehen. Auf dem gleichem Weg wandern wir zurück zum Wanderparkplatz. Da wir auf meiner Karte noch einen interessanten Pfad im nördlichen Bereich des Strümpfelbachtales entdeckt haben, entscheiden wir uns, auf der gegenüberliegenden Seite der Ebniseestraße weiter zu laufen. Ich habe mittlerweile wieder etwas Probleme mit meinem Hals. Ich bin daher froh, hier eine Quelle vorzufinden, aus der ich etwas frisches Quellwasser trinken kann.

Über einen großen Waldspielplatz führt uns ein schmaler Pfad, der am Waldrand in einen breiteren Waldweg übergeht. Doch nur wenige Meter später verlassen wir diesen bereits wieder nach rechts über einen Holzsteg. Auf einem sehr schmalen und wurzeligen Pfad gehen wir in Richtung Nordwesten. Stellenweise ist der Pfad nur wenige Zentimeter breit und führt durch jungen, dichten Fichtenwald. Dann wird es wieder lichter, und man läuft unter Buchen und anderen Laubgehölzen an dem immer schmaler werdenden Bach entlang. Im Gegensatz zum unteren Teil ist hier das Tal recht weit, und auf der gegenüberliegenden Seite breiten sich immer wieder Lichtungen im Wald aus. Jetzt fehlt nur noch ein mächtiger Hirsch auf der Wiese! Etwa 500 m vor Waldenweiler drehen wir erneut um und laufen den kompletten Pfad zurück zum Waldspielplatz. Auf der Forststraße geht es die letzten 100 m zurück zum Auto.

Knapp 7 km war unsere Strecke lang. Das ist für meine Verhältnisse natürlich ein Spaziergang. Aber ich werde nur nichts überstürzen!

 

 

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